Einzelhandel

Hölzlkramer

Spielend geht es für uns weiter durch die inhabergeführten Läden Freisings. In der Ziegelgasse haben wir Monika Stanglmeier besucht, die dort den Hölzlkramer betreibt. Woher der Name kommt, klären wir später: Hereinspaziert in die Welt der Spielwaren – aber bitte mit Korb!

Seit wann gibt es den Hölzlkramer?

„Ich habe das Geschäft seit 33 Jahren, bin zwischenzeitlich aber auch zweimal umgezogen.“, berichtet uns Monika. In der Ziegelgasse ist der Hölzlkramer seit 25 Jahren. Außerdem gibt es auch noch den Laden „7 Sachen“ in der Oberen Hauptstraße, quasi der Hölzlkramer für Erwachsene: „Auch die Großen brauchen unsinnige Dinge oder nützliche Dinge in anderen Varianten“, scherzt die Inhaberin. Angefangen hat alles, als Monika und ihr Mann selbst ein kleines Kind hatten: „Das war eine relativ spontane Geschichte.“, erinnert sie sich, „Mein Mann wollte dann weniger arbeiten und ich habe Agrarwissenschaften studiert, wollte aber auch ein bisschen was arbeiten.“ Und so haben die beiden überlegt, wie man alle Vorstellungen unter einen Hut bringen könnte. Geboren war die Idee vom eignen Laden. Stellte sich nur noch die Frage: „Was verkaufen wir eigentlich?“, fährt Monika fort.
Damals, 1986, kamen die ersten Bioläden auf und immer mehr kam Holzspielzeug in Mode. Da es in Freising kein derartiges Geschäft gab, und die beiden ohnehin Spielzeug für ihren eigenen Nachwuchs brauchten, war auch die Sortimentfrage geklärt und sie haben angefangen Ihren Laden aufzubauen.

Deswegen also der Name „Hölzlkramer“?

„Ja, genau! Außerdem haben wir am Anfang auch Küchensachen aus Holz im Sortiment gehabt.“, erklärt uns Monika den Namen ihres Ladens.

Was macht euren Laden einzelartig?

Bei der Frage muss die Inhaberin kurz überlegen und sie holt für die Antwort auch ein bisschen aus: „Unser Laden ist kein Vollsortimenter: Zum Beispiel haben wir keine Barbie, Playmobil oder Lego – wobei ich das nicht werten möchte.“
Im Hölzlkramer gibt es andere Produkte, bei denen Nachhaltigkeit eine sehr große Rolle spielt. Außerdem legt das Team viel Wert auf eine solide Beratung, denn „für jedes Kind das richtige Spielzeug im richtigen Alter“ zu finden ist nicht ganz leicht. Viele Spielsachen sind auch ausgepackt, denn sie dürfen und sollen angefasst und ausprobiert werden: „Vieles lebt von der Haptik“, sagt Monika, „Das ist ein bisschen anders als in vielen Geschäften. Läden wie unseren gibt es heute nicht mehr viele.“

Wie geht es euch und eurem Laden in der Coronakrise?

„Am Anfang, als wir am 18. März zusperren mussten, war es schon ein großer Schock. Ich war wie gelähmt und wusste nicht wie es weitergeht.“, lautet die erste Reaktion Monikas. Über einen Lieferservice und über die Ladenretter App hat das Team dann doch gute Wege gefunden mit Kunden in Kontakt zu treten. Und es hat sehr gut funktioniert, wie uns Monika erzählt: „Da haben uns unsere Kunden echt gut unterstützt. Es war überwältigend, wie viel bestellt wurde.“ Bestellungen sind via E-Mail oder Telefon möglich gewesen – und sind es auch noch. Denn der Hölzlkramer bietet seinen Lieferservice auch weiterhin an: „Gerade für kleine Kinder ist es schwierig, da sie gerne alles anfassen wollen. Die Größeren finden das ja ganz cool, stehen dann mit den Händen in den Taschen da und schlurfen so durch den Laden. Aber einem dreijährigen Kind zu erklären Nichts anzufassen ist halt schwierig.“
Auch die sonst vorhandenen Spielecken sind vorerst verschwunden, da diese ja permanent desinfiziert werden müssten.

Wie es weitergeht, lässt Monika auf sich zukommen. „Die Leute freuen sich, dass sie wieder kommen dürfen und wir freuen uns, dass wir wieder arbeiten dürfen. Es ist noch ein bisschen Lernbedarf mit Abstandsregeln und Korbpflicht da, aber wir werden das alle hinbekommen.“, schaut sie doch optimistisch in die Zukunft.

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