Einzelhandel

Kasdandler

Im heutigen Beitrag geht es wieder um Genuss. Bei Marianne Lang im Laden kommen Käseliebhaber voll auf ihre Kosten, von Emmentaler und Butterkäse bis zu exotischen Raritäten findet man hier feine Spezialitäten. Kommt mit in den „Kasdandler“ in der Oberen Hauptstraße 27.

Was ist die Geschichte deines Ladens?

„Ich habe den Laden jetzt seit 23 Jahren, zwanzig Jahre davon war ich am Marienplatz und jetzt bin ich hier.“, erzählt uns Marianne: „Es war ein Jugendtraum von mir, dass ich mal einen Käseladen haben möchte.“

Nachdem es mit einer Karriere im Hotelfach nicht geklappt hat, ist Marianne im elterlichen Metzgereibetrieb eingestiegen und hat sich 1997 schließlich ihren Jugendtraum erfüllt.

„Käse ist so ein edles, vielseitiges Produkt vor dessen Herstellung ich einen wahnsinnigen Respekt habe.“, lässt Marianne uns ihr Feuer für das Naturprodukt spüren. Jedes Mal, wenn sie auf einer Fortbildung ist, ist sie froh Kunden zu haben, die „das Produkt wertschätzen.“

Marianne bezieht den Großteil ihrer Ware von anderen Herstellern. Aber beim Frischkäse ist noch Handwerk dabei, denn die Zubereitungen, die man bei ihr kaufen kann, sind aus eigener Herstellung.

Was macht deinen Laden einzelartig?

„Zum einen ist es die Qualität. Ich kaufe nur 1a-Ware.“, erklärt uns Marianne. Vom Butterkäse und Emmentaler bis zu wirklich hochwertigen Käsespezialitäten findet man bei ihr alles: „Für mich zählt nicht der Preis, sondern die Qualität eines Produkts.“, fährt sie fort.
Sie hat auch schon mal Produkte zurückgehen lassen, wenn Preis und Leistung nicht in einem adäquaten Verhältnis standen. Durch ihren guten Namen bei Großhändlern und ihr breites Netzwerk stellt Marianne sicher immer nur Top-Ware zu verkaufen. Übrigens ist sie seit 2012 auch Käse-Sommeliere.

„Dann ist es natürlich mein Team, das den Laden zu dem macht, was er ist.“, sagt Marianne, „Gerade jetzt in der Coronazeit sind wir ein Kommunikationszentrum. Die Leute kommen zu uns und wollen sich unterhalten, weil sie ja alle allein daheimsitzen.“

Was hat sich durch die Krise für dich konkret verändert?

„Erstmal war ich wahnsinnig glücklich, dass ich meinen Laden offen haben durfte.“, erzählt uns Marianne und ergänzt: „Dann haben wir uns jeden Tag auf eine neue Situation einstellen müssen.“

Zuerst waren manche Kunden gar nicht erfreut, ja sogar erbost, darüber dass im Laden einige Veränderungen vorgenommen werden mussten: So gab es beispielsweise keine Selbstbedienung mehr. Nach einiger Zeit schlug der Frust aber in Dankbarkeit um: „Die Leute waren so dankbar, dass wir noch da sind. Sie haben Blümchen vorbeigebracht, haben sich gefreut bei uns einkaufen zu können.“, freut sich die Ladenbesitzerin über ihre Kunden. „Ich habe zwar das Sortiment und beim Personal reduziert, konnte aber meine Teilzeitkräfte voll beschäftigen und auch fast alle meiner 450€-Jobber halten.“, fügt sie hinzu.

Bietet ihr einen Lieferservice an?

„Ja, das machen wir. Ich wollte das ohnehin wegen der Baustelle anbieten, jetzt geht es halt schon ein bisschen früher los wegen Corona.“, so Marianne. Donnerstags fährt sie mit ihrem Fahrrad die Bestellungen innerhalb Freisings aus, was ihr großen Spaß bereitet: „Die Leute freuen sich und sind unheimlich dankbar für diesen Service. Ich bekomme zum Teil auch Dankesmails.“, bewertet Marianne die letzten Wochen. Vor allem das Zwischenmenschliche ist für sie wichtig und so wie es sich gestaltet ist es bei ihr durchweg positiv. Den Lieferservice bietet Marianne übrigens auch weiterhin an.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

„Ich hoffe natürlich, dass uns unsere Kunden auch weiterhin die Treue halten, vor allem in Bezug auf die Baustelle in der Innenstadt.“, verrät uns Marianne. Jetzt, wo der Markt schon am anderen Ende stattfindet, fehlen ihr einige Kunden. So ist ihr größter Wunsch, dass die Leute nicht aufhören zu ihr zu kommen oder sie zum Beispiel ihren Lieferservice in Anspruch nehmen.
In gegenseitiger Partnerschaft mit Früchte Schweiger können auch deren Produkte bei ihr bestellt werden und sie liefert diese dann auch aus; genauso geht es auch umgekehrt.
„Wir sind alle miteinander ein gutes Team geworden, haben uns bestens vernetzt und hoffen, dass jetzt die Kunden die Angebote wahrnehmen.“, hofft die Inhaberin des „Kasdandler“.

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