Einrichtung

Stoffhaus

Es ist die Anlaufstelle für Träume aus neuem Stoff in Freising. Knallige Farben, ausgefallene Muster und eine große Auswahl von allem: Andrea Morgenstern-Meyer hat für nahezu jeden stofflichen Bedarf eine Lösung in ihrem Stoffhaus.

Andrea führt ihr Geschäft seit sechs Jahren. Insgesamt gibt es das Stoffhaus aber schon seit 22 Jahren – sie hat den Betrieb von ihrer Mutter übernommen.

Warum hast du den Laden deiner Mutter übernommen und was hast du vorher gemacht?

Eigentlich kommt Andrea beruflich aus einer anderen Branche, nämlich der Gastronomie. Diese Karriere hat sie aber an den Nagel gehängt um ihre drei Kinder großzuziehen. So kam es dass sie dann „peu à peu immer mehr Stunden hier mitgearbeitet“ hat, je größer und selbstständiger die Kinder wurden, desto mehr. „Irgendwie bin ich dann so mit reingewachsen.“, plaudert Andrea aus dem Nähkästchen.

„Meine Mama und ich wir haben sehr große Freude an den unterschiedlichen Stoffen, wir lieben die Farbe und die Kombinationsmöglichkeiten und auch den Kontakt zu unseren Kunden.“, fährt sie fort.

Was macht dein Geschäft so einzelartig?

„Bei uns ist es sehr farbig und das unterscheidet uns auch in weiten Stücken von unseren Mitbewerbern. Nur wenige Leute haben den Mut zur Farbe und den außergewöhnlichen Mustern.“, ist Andreas Antwort auf die Frage.

Oft kommen Kunden und sagen, dass es bei ihnen „beige ist“ und sie jetzt mal frische Farbe wollen, sich aber nicht so richtig trauen.

„Wenn jemand kommt und sagt er möchte diese oder jene Veränderung, dann entwickeln wir ein Gesamtkonzept für ihn“, erklärt uns die Inhaberin während sich ein paar Kunden durch die Stoffreste wühlen – wohl für selbstgenähte Gesichtsmasken. „Wir machen auch eine Farbberatung für die Wände.“, ergänzt sie, „Dabei arbeiten wir auch mit unserer Nachbarin zusammen. Wir sind ja schon ein bisschen ähnlich – sie hat ein tolles Sortiment an Kissen, Teppichen und Möbeln.“ Mit Nachbarin meint Andrea natürlich „Kavousi“.

Habt ihr, du und Kavousi, euch das gegenseitig so aufgebaut?

„Aufgebaut nicht direkt – das hat sich einfach so ergeben.“, bekommen wir erklärt. „Gefühlt jeden Tag kommen Leute herein und fragen: ‚Wie ist das denn jetzt mit der Teppichwäsche so?‘ Und dann sage ich: ‚Das kann ich Ihnen jetzt gar nicht so genau sagen – das macht meine Nachbarin!'“, lacht Andrea amüsiert und schiebt nach: „Grundsätzlich sind wir zwei Geschäfte, aber wir arbeiten quasi Hand in Hand.“.

Wie ergeht es dir in der Coronakrise?

„Wir haben viele Kunden, die schon seit vielen Jahren zu uns kommen. Das ist natürlich ein riesen Vorteil für uns.“, berichtet uns Andrea stolz. Ihre Stammkunden halten ihr auch dann die Treue, wenn der Laden geschlossen bleiben muss. So bestellen Kunden via Telefon, E-Mail und WhatsApp bei ihr: „Wenn zum Beispiel ein Stuhl oder ein Sessel bezogen werden muss, schickt man vorab mal ein Foto für den Eindruck. Oder die Kunden fotografieren ihre Räume, dass man gezielter beraten kann welche Farbe passt oder was wir sonst so empfehlen können.“

„Jetzt wird ja viel Zeit zuhause verbracht und die Kunden, die unser Sortiment kennen, haben durchaus per Mail bestellt. Die Rückmeldung, die wir während der Schließung erfahren haben war durchwegs positiv.“, freut sich die Ladeninhaberin, obwohl der Umsatz viel weniger ist als bei geöffneten Türen.

Hast du einen Onlineshop?

Diese Frage beantwortet uns Andrea mit einem „Nein, aber…“. Zwar hat sie keinen Webshop, aber wann immer jemand etwas braucht oder im Schaufenster sieht, kann er oder sie anrufen oder mailen und dann wird die Ware auch verschickt.

Was sind deine Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft?

„Im Prinzip wünsche ich mir natürlich, dass diese ganze Corona-Geschichte zu einem guten Ende kommt und man irgendwann mal wieder zur Normalität zurückkehren kann.“, kommt die Antwort prompt.

Abgesehen von Corona bereitet Andrea aber vor allem die bald beginnende große Baustelle direkt vor ihrer Haustür Sorgen: „Ich hoffe, dass die einigermaßen im Zeitplan bleiben und dass es, wenn es mal zu Ende gebracht ist, hoffentlich sehr schön sein wird. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.“ Von den Kunden wünscht sie sich Geduld, auch wegen der Baustelle.

„Im Endeffekt hoffen wir natürlich auch, dass wir unseren Laden noch viele weitere Jahre haben werden, einfach weil er unsere Freude ist: Die Farben, die netten Kunden, mit denen sich zum Teil auch viele Freundschaften entwickeln, und zu sehen wie etwas entsteht.“, schließt Andrea ihre Wunschliste ab.

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